Chip muss dringend operiert werden. Sein
gebrochenes Beinchen bereitet ihm starke Schmerzen. Die in der ersten
Operation implantierten Drahtschlingen sind verrutscht und haben eine
Entzündung verursacht. Eine Operation könnte sein Beinchen retten und
dafür sorgen, dass er es wieder belasten kann. Leider ist diese
Operation nicht billig, da das Bein verlängert werden muss. Sie
kostet ca. 700,00 €. Chips traurige Geschichte findet ihr im Anhang.
Soll der Hund, dem so viele andere ein schöneres Leben verdanken, nicht
auch einmal Glück haben?
Sylvia Dubben, Pflegestelle
Wer spenden will: Zwerge in Not
BLZ: 100 700 24 / Deutsche Bank 24
Konto: 354 66 60
Stichwort: „Chip“
Übrigens, alle Spenden sind steuerlich absetzbar!
Chips Geschichte
Chip ist einer unserer größten Pechvögel. Gefunden wurde der kleine Kerl
vor knapp 4 Jahren mitten in Barcelona. Paquita entdeckte ihn, als er
unter einem fahrenden Auto lag. Sie glaubte nicht, dass er noch leben
würde, aber wie durch ein Wunder blieb er unverletzt. Damals war Chip
ca. 2 Jahre alt und ganz offensichtlich ausgesetzt worden. Und schon
damals war sein rechtes Auge fast blind, wahrscheinlich war die Linse
durch einen heftigen Schlag zerstört worden.
Paquita brachte Chip ins Tierheim. Und sie suchte neue Menschen für ihn.
Aber jetzt fing Chips Pechsträhne erst richtig an: bei Bauarbeiten im
Tierheim fiel ihm ein Balken auf sein linkes Hinterbein. Das Tierheim
kratzte alles Geld zusammen und ließ den Bruch operieren. Paquita nahm
ihn mit zu sich nach Hause, wo er sich von der OP erholen sollte. Leider
konnte er dort aber nicht bleiben, denn aufgrund seiner Eifersucht gab
es Ärger mit den anderen 4 Hunden. Also kam er zurück ins Tierheim. Und
wieder hatte der kleine Kerl Pech: in die frisch operierte Wunde biss
ein anderer Hund. Damit war alles zunichte gemacht. Das Tierheim hatte
kein Geld mehr für eine erneute Operation und so wuchs das Beinchen
falsch zusammen. Es war nun kürzer als die anderen und Chip belastete es
nicht mehr. Er lief jetzt mehr oder weniger auf 3 Beinen durchs Leben.
Zwischenzeitlich hatte Paquita aber eine Familie gefunden, die Chip
aufnehmen wollte. Als sie jedoch sahen, dass er humpelte, wollten sie
ihn nicht mehr. Danach meldete sich niemand mehr für Chip.
Chip fiel die Anpassung ans Tierheimleben sehr schwer. Er war eben ein
richtiger Familienhund. Über 1 ½ Jahre weigerte er sich sein kleines
Geschäft im Zwinger zu verrichten. Tapfer hielt er von Samstag
Nachmittag, dem letzten Spaziergang, bis zum Montag Morgen durch. Und
bis zum Schluss wartete er genauso lange mit seinem großen Geschäft.
Irgendwann vor 1 ½ Jahren bat Paquita dann Antje Perlwitz, für Chip im
Internet neue Besitzer zu suchen. Für Chip selbst war diese Aktion
bislang kein Erfolg, aber für mehr als 200 andere Hunde, die aus
Barcelonas Tötungsstationen gerettet werden konnten, bedeutete sie ein
neues Leben in Sicherheit. Denn auch Marina Täuber aus Berlin sah Chips
Bild im Internet und nahm Kontakt zu Antje auf. Und daraus entstanden
die „Zwerge in Not“, zwischenzeitlich ein eingetragener Verein mit
anerkannter Gemeinnützigkeit.
Und da Chip so vielen Hunden das Leben gerettet hat, sollte auch er
jetzt endlich einmal Glück haben. Er sollte nach Deutschland auf eine
Pflegestelle kommen und dann hier vermittelt werden. Aber der Kleine
hatte schon wieder Pech! Am Tag vor seinem Abflug wurde ein Leishmaniose
- Schnelltest gemacht und dieser ist entgegen aller Erwartungen positiv.
Chip hat bisher keinerlei Anzeichen einer Erkrankung, aber na ja, die
Chancen auf Vermittlung stehen damit ziemlich schlecht. Wer will schon
einen halbblinden Hund, der nur auf 3 Beinen läuft und noch dazu
Leishmaniose - positiv ist?
Chip befindet sich auf einer Pflegestelle in Hamburg.
Er wird dort zumindest solange bleiben, bis die Operation und deren
Nachsorge sowie seine Leishmaniose - Behandlung abgeschlossen sind. |