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"Zaro" und "Raja" werden nur
zusammen vermittelt.
Die beiden Schäferhunde hängen sehr aneinander und sind in ihrer Haltung
unproblematisch.
Trotz ihrer imposanten Größe wohnen sie zeitweise mit im Haus, lieben es vor
der Couch zu liegen um in der Nähe ihrer Menschen zu sein. Sie sind
gut erzogen.
Beide Tiere sind auch Außenhaltung gewohnt. Sie verfügen derzeit über sehr
gut ausgestattete Zwinger, die sich im Sichtbereich der Wohnung befinden.
Die Zwinger sind immer offen, so dass die Hunde den Innenhof zum Spielen mit
zur Verfügung haben.
Der langhaarige Schäferhund "Zaro" hat Schlappohren und ist 5
Jahre alt.
"Raja" ist eine graue
Schäferhündin, 8 Jahre alt und
sehr vital.
Ein Tierarztbesuch bestätigte,
dass beide Tiere
gesund sind, sie
wurden geimpft und entwurmt. "Zaro" ist kastriert.
Sie sind
wesensfest
und zeigen keine
Aggressivität.
Ihre Zuneigung und Freundlichkeit ist beeindruckend.
Leider werden die Tiere aus Umzugsgründen abgegeben und wir hoffen ein
ähnlich gutes Zuhause für sie zu finden.
"Zaro" und "Raja" leben noch bei ihren Besitzern und können dort auch
besucht werden. Es sind
zwei großartige Hunde,
zwar im Doppelpack, aber dafür beschäftigen sie sich auch miteinander. Eine
Trennung würde beide sehr unglücklich machen, insbesondere "Raja" würde sehr
darunter leiden.
Sonstige Informationen:
Pfingsten 2002
Zaro und Raja
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Wie
immer waren wir sehr beschäftigt, den Kopf voll mit Dingen, die
erledigt werden mussten. Zudem näherten wir uns Pfingsten, Tage, die
vom Einkaufen her besonders berücksichtigt werden mussten, was
schwierig genug war, denn unsere Planungen wurden durch unvorsehbare
Geschehnisse stets wieder über den Haufen geworfen. Sollte es diesmal
anders sein ? Vielleicht hatten wir ja Glück, niemand rief an und das
schöne Wetter bescherte uns zwei wundervolle Tage. Wir konnten Abstand
gewinnen von all den Problemen, denen wir uns tagtäglich im Tierschutz
stellen müssen. So wagten wir nicht zu hoffen, dass es diesmal anders
wurde obwohl ein bisschen Seelenfrieden gut tat. Deshalb war es auch
nicht weiter tragisch, dass Mittwochs noch ein Tierarztbesuch anstand,
denn so weltbewegend waren die Beschwerden des kranken
Schäferhundrüden nicht. |

Nach einer Odyssee wieder zusammen,
suchen aber ein neues Zuhause. |
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Bei
dieser Gelegenheit wollten wir auch nach der kleinen Hündin schauen,
die wir in der Tierarztpraxis untergebracht hatten. In wenigen Tagen
sollte sie operiert werden. Die arme Kleine war am Straßenrand
gefunden worden, zusammengebrochen, weil sie nicht mehr laufen konnte.
Sie muss unsägliche Schmerzen gelitten haben, denn ihre Hinterbeine
waren total verdreht. Glücklicherweise konnte unser Tierarzt sie
sofort stationär aufnehmen und untersuchen. Die Röntgenaufnahmen
ergaben eine Hüftgelenkserkrankung, zudem war die kleine Schäferhündin
extrem abgemagert, ihr Fell verfilzt und im hinteren Bereich stark
verkotet, so als wäre sie ständig angebunden gewesen und hätte in
ihren eigenen Exkrementen gesessen.
In der
Tierarzt-Praxis genoss sie liebevolle Zuwendung und war dankbar für
die Pflege. Wir gingen mit ihr ein Stückchen spazieren und waren
überrascht, wie freudig sie das Leben trotz ihrer Beschwerden um sich
herum genoss. Während des Laufens kam sie immer wieder zu uns zurück,
um ein Küsschen auf die Hand zu geben. Das war ihre Art von
Dankbarkeit und ließ erahnen, dass sie sich geborgen fühlte. Ihr
Krankheitsbild war schwierig. Erhebliche Kosten kamen auf uns zu. Aber
sollten wir sie wegen der zu erwartenden Kosten einschläfern lassen ?
Helfen konnte ihr nur eine komplizierte Operation, zu der wir uns dann
auch entschlossen haben. Aber wie gesagt, dass war Mittwochs vor
Pfingsten und wir hatten wirklich genug zu überdenken wegen unserer
kleinen Fundhündin, die wir Mona genannt haben.
Die
Herkunft von Mona, die für uns immer noch im Dunklen liegt, ging uns
nicht aus dem Kopf. Doch sehr bald sollte Monas Schicksal in den
Hintergrund geraten, denn einen Tag später, am Donnerstag, gerieten
wir in einen Strudel von Ereignissen, die uns bis heute beschäftigen.
Ein Anruf, dass sich zwei
Schäferhunde in einem Keller befinden, eingesperrt, ohne
verantwortungsvolle Versorgung, ließ uns aktiv werden. Wir
recherchierten und alle Alarmglocken läuteten. Die Hündin erwartete
Welpen, der Rüde sei verletzt, die Tiere bellten und jaulten jede
Nacht im Keller, mehrere Nachbarn bestätigen dieses. Die Halter der
Tiere wohnten woanders, kümmerten sich nicht, das soziale Umfeld war
schwierig, von Alkohol war die Rede und von früheren Schäferhunden,
die verschwunden waren.
Eines stand fest, die Hunde mussten sofort da raus. Nur wie?
Inzwischen hatten wir Freitag, es erschien fast aussichtslos, über den
behördlichen Weg die Tiere aus dem Keller zu holen. Da dringende Eile
geboten war, wandten wir uns an den Fernsehsender RTL in Kassel und
setzten damit eine Lawine in Gang, die letztendlich zum schnellen
Handeln geführt hat.
RTL
recherchierte ebenfalls und wandte sich umgehend an das Ordnungsamt
des betreffenden Ortes der Tierhalter, um auf die von uns
geschilderten Zustände aufmerksam zu machen. Damit rief RTL fast
Angstzustände bei dem zuständigen Leiter des Amtes hervor. RTL im Ort
und ein Bericht bundesweit gesendet über Missstände einer privaten
Hundehaltung, das durfte nicht passieren und so wurde der Kontakt mit
unserem Tierschutzverein gesucht, um das Fiasko abzuwenden. Obwohl der
Pfingsturlaub des Ordnungsamtsleiters nach Amtschluss anstand, wurde
uns versprochen, noch am Nachmittag gemeinsam mit Tierschützern sich
vom Zustand und Aufenthaltsort der Tiere zu überzeugen und wir
sicherten im Gegenzug zu, RTL zunächst einmal außen vor zu lassen. 17
Uhr war Termin mit allen Beteiligten, auch den Tierhaltern. Alle
fanden sich in dem Haus ein, in dem die Tiere untergebracht waren.
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Nach ihrem
Keller-Verlies wurde Raja zunächst privat untergebracht. Bei ihr war
eine Ultraschalluntersuchung gemacht worden, um die Trächtigkeit
festzustellen. Nach dem Aufziehen der Welpen wollten die Halter
sie einschläfern. |
Ungerührt, als wäre dieser Ort der normalste Ort der Welt, um eine
trächtige Hündin, die Welpen erwartete, aufzubewahren, wurde die Tür
zu einem dunklen Keller geöffnet. Dieser Keller war wie ein Loch, ein
ehem. Schweinestall, fast dunkel, und ca. 2 x 3 m an Größe. Im
Halbdunkel sah man nur etwas, wenn die Kellertür geöffnet blieb. Auf
klatschnassem Lehmboden befand sich eine Schäferhündin, von dem Rüden
war nichts zu sehen, die Hündin war allein. Die anwesenden Personen
standen im Wasser und versuchten ihre Augen an das Dunkel zu gewöhnen,
während die Hündin fluchtartig durch die geöffnete Tür die Treppe hoch
rannte. Das Ehepaar war nicht bereit, über den fehlenden Rüden nähere
Auskünfte zu geben und fühlte sich auch nicht schuldig, die
Schäferhündin tierschutzwidrig gehalten zu haben. Nach zähen
Verhandlungen mit ihnen konnte erreicht werden, dass die Schäferhündin
den Tierschützern übergeben wurde.
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Wir
brachten die Hündin zunächst zum Tierarzt, um ihren allgemeinen
Zustand untersuchen zu lassen, anschließend wurde sie an privater
Stelle untergebracht. Pfingst-Samstag waren wir damit beschäftigt,
über die Tätowiernummer, die reinrassige Hunde in ihrem Ohr tragen,
den Züchter der Hündin ausfindig zu machen. Von diesem erhofften wir
uns die Angabe, an welchen Käufer er die Hündin im Welpenalter
abgegeben hatte. Leider waren wir an diesem Tag damit nicht sehr
erfolgreich, telefonierten aber mit sämtlichen Tierärzten der
Umgebung, da wir festgestellt hatten, dass die Schäferhündin einer
Ultraschalluntersuchung unterzogen worden war. Wir konnten den
Tierarzt ausfindig machen und erfuhren, dass Welpen erwartet würden.
Über den verschwundenen Rüden konnten wir nichts in Erfahrung bringen,
sein Verschwinden belastete uns außerordentlich. Nur wenige,
bruchstückhaltige Angaben erhielten wir durch verschiedene Telefonate.
Von Grebenstein sollte er sein, mittlerweile wäre er in einem Tierheim
gelandet, von Bielefeld war die Rede und wir ergriffen all diese
Hinweise und prüften sie telefonisch nach, ohne ihn jedoch zu finden.
Später stellten wir jedoch fest, dass all diese Angaben wie ein Puzzle
waren, die wir über Tage zusammentrugen und die sich dann später
zusammenfügten zu einem Ganzen. Doch soweit waren wir noch nicht.
Mittlerweile machte uns die Schäferhündin große Sorgen. Obwohl bestens
betreut, fraß sie nicht. Sie war lieb und umgänglich, aber nervös, sie
suchte und suchte, kratzte viel und verhielt sich unruhig. Kamen die
Welpen ? Sucht sie den Rüden ?
Der Tierarzt wurde gerufen, die Hündin untersucht, wir wurden
beruhigt. Anderes Futter wurde für sie zusammengestellt und es gab ein
bisschen Gekochtes vom Mittagstisch. Ein wenig nahm sie dann zu sich.
Der Pfingstsonntag verging, und wir hatten hauptsächlich telefoniert,
von geruhsamen, entspannenden Stunden konnten wir nur träumen.
Am Montag sollte unsere Hartnäckigkeit jedoch belohnt werden. Über die
Tätowierungsnummer der Hündin konnten wir endlich den Züchter
ausfindig machen und es machte uns nichts aus, ihn am Pfingstmontag zu
stören. Bereitwillig und voller Verständnis teilte er uns anhand
seiner Unterlagen mit, dass die Hündin Raja heißt, 8 Jahre alt ist,
und als Welpe an ein Ehepaar nach Grebenstein verkauft wurde. Bei
Grebenstein lagen wir ja schon einmal richtig, doch jetzt erhielten
wir die genaue Adresse und sogar die Telefon-Nr. Langsam näherten wir
uns unserem Ziel, Licht in das Dunkel um diesen Hund aus dem nassen
und dunklen Keller zu bringen und hofften zugleich etwas über ihren
Partner, den Rüden zu erfahren. Voller Hoffnung telefonierten wir mit
dem Ehepaar in Grebenstein und diese waren geschockt, über das, was
wir ihnen zu berichten hatten. Sie glaubten, als sie ihre beiden Hunde
vor 3 Monaten verkauft hatten, sie in guten Händen zu wissen. Über
eine Anzeige in der Zeitung hatten sie die beiden Tiere an eine
Familie mit zwei kleinen Kindern verkauft. Unverzüglich setzten sie
sich dann mit dieser Familie in Verbindung um nach dem Rüden zu
fragen. Da zunächst jede Auskunft verweigert wurde, blieb nur die
Drohung, die Polizei einzuschalten, da die Hunde mit dem Zusatz
abgegeben wurden, dass sie nicht getrennt werden durften. Sie müssten
zusammenbleiben, da sie zusammengehören.
Nur
unter Druck wurde die Auskunft gegeben, dass der Rüde eine Woche zuvor
durch eine Inserierung im Internet an ein Ehepaar aus Iserlohn gegeben
wurde und unter weiterem Druck wurde auch deren Telefon-Nr.
mitgeteilt.
Diese fielen natürlich aus allen Wolken, als sie von dem Drama um die
beiden Hunde erfuhren. Als sie den Rüden abholten, wären beide Tiere
auf dem Hof angebunden gewesen und auf ihre Frage, was denn mit der
Hündin geschehen würde erhielten sie zur Antwort: Die bekommt erst
ihre Welpen und dann lassen wir sie einschläfern!
Es war klar, um was es hier diesen gewissenlosen Menschen ging,
nämlich die Welpen zu "verkaufen" und sich anschließend der Hündin zu
entledigen, weil sie nicht mehr gebraucht wurde. Da sie schon 8 Jahre
alt ist, war auch eine Abgabe über Internet aussichtslos, denn alten
Tieren wird selten eine Chance auf ein weiteres Leben bei neuen
Besitzern ermöglicht. |
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Auf
klatschnassem Lehmboden sollte sie nach erfolgter Geburt unter
erbärmlichen Umständen ihre Welpen säugen, in diesem dunklen Loch, in
dem sie 3 Monate eingesperrt war. In welcher Panik musste sie sich
befunden haben, als ihr der Rüde, ihr Partner entrissen wurde. Er
durfte dieses dunkle Loch verlassen, weil er nach erfolgtem Deckakt
nicht mehr gebraucht wurde. Welch ein Glücksfall für den Rüden! Nicht
aber für diese alte Hundemutter, die in diesen 3 Monaten mit ihrer
Pfote immer nur gekratzt hat, weil sie herauswollte aus diesem
mistigen Loch und davon eine dicke geschwollene Pfote zurückbehalten
hat, die jetzt langsam wieder abschwillt.
Das Ehepaar aus Iserlohn war nach Kenntnis der Sachlage dann auch
bereit, den Rüden noch am gleichen Abend, (Pfingstmontag) von Iserlohn
nach Grebenstein zu bringen, zumal er sich bei ihnen nicht wohl
gefühlt habe. Voller Spannung erwarteten wir den Anruf, dass beide
Hunde wieder beieinander wären. Dieser erfolgte kurz nach 24 Uhr: Sie
liegen wieder "zusammen" in der Küche, sind total fertig und können
nicht mehr. |

"Zaro" ist jetzt
kastriert, möchte mit "Raja" immer zusammen sein. |
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Die
weiteren Tage haben gezeigt, dass beide Hunde vom Verhalten sehr
verändert waren. Da sie sich jedoch wieder in ihrem früheren Zuhause
in Grebenstein befinden, haben sie sich mittlerweile gut erholt.
Unser
Tierschutzverein ist Eigentümer der beiden Hunde Raja und Zaro und
auch der noch ungeborenen Welpen geworden. Wir werden für den weiteren
Lebensweg der Tiere die Verantwortung tragen.
Der Rüde Zaro und die Hündin Raja, die Tina genannt wird, werden
zusammenbleiben, darum werden wir uns bemühen und wenn wir wieder RTL
einschalten müssen, um beide Hunde zusammen in ein neues Zuhause zu
vermitteln. |

"Raja" - sie braucht ihren
Partner. |
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