250 Hunde aus Rumänien brauchen dringend unser aller Hilfe!

Der Verein Arca lui Noé (Arche Noah) hatte bis vor kurzem ein Grundstück (unten als "Das alte Grundstück" zu sehen), auf dem ca. 400 Hunde untergebracht waren. Nach Wechsel der Präsidentin des Vereins wurden 250 dieser Hunde auf das neue Grundstück gebracht (s. Bilder), die restlichen Hunde verblieben unter der "Obhut" der ehemaligen Präsidentin.

 

 

Die Halle - eine ehemalige Schweinemasthalle

Diese Halle, in der etwa 100 Hunde untergebracht sind, ist ca. 50 Meter lang, wobei die zwei (!!) Glühbirnen im hinteren Bereich die Dunkelheit nicht durchbrechen können. Alle Hunde aus dem vorderen Teil der Halle sitzen im Dunklen - bei Tag und bei Nacht. Die Fenster werden wegen der Kälte (derzeit -12° C) nicht geöffnet. Auch diese beiden Glühbirnen werden während der Abwesenheit von Menschen abgeschaltet, so dass kein Lichtstrahl mehr in die einzelnen Zwinger fällt.

 

Die Hunde vegetieren in ihren eigenen Fäkalien, mutterseelenallein mit eingefrorenem Trinkwasser, ohne Heizung, ohne Hütten, ohne Decken und ohne Zuwendung vor sich hin, kommen während des ganzen, in Rumänien langen Winters, nicht an die frische Luft.

 

Die Hunde, die wir gesehen haben, kauerten völlig verängstigt in den hintersten Ecken ihrer Zwinger, reagierten panisch. Es war kaum ein Bellen zu vernehmen und bei der Masse an Hunden war es ungewöhnlich und fast unheimlich still. Die erdrückende Atmosphäre in der Halle befiel auch uns nach kürzester Zeit. Hier war keine Hoffnung mehr zu finden. Wir blickten in starre, leere Augen, bisweilen in flehende Hundegesichtchen, die jedoch zu wissen schienen, dass auch diese Bitte ins Nichts gesprochen war...

 

der Vorraum

 

 

Diese beiden Hunde saßen auch im Vorraum. Auf altem, durchnässtem Zeitungspapier, alten Ungeziefer- und Bakterienherden von Kissen und Matratzen warten diese Hunde auf etwas, was nicht kommen wird - Freiheit, Zuwendung, Ansprache und Liebe...

 

Wie ein kleines Häufchen Elend schaute dieser Hund aus seinem Wäschekorb heraus und hatte Angst vor jeglicher Berührung.

 

 

Im Vorraum fanden wir noch einen Welpen, der unaufhörlich zuckte. Vermutlich war dieser kleine Kerl an Nervenstaupe erkrankt. Bei unserem nächsten Besuch werden wir ihn nicht mehr vorfinden...

 

 

Diese kleinen Welpen lagen ohne ihre Mutter in einem kleinen eiskalten Vorraum der ehemaligen Schweinemast-Halle vor. Uns wurde gesagt, die Mutter sei "gerade draußen" und käme ab und zu. Doch auf dem ganzen Grundstück konnten wir keine Hündin finden, deren Gesäuge auf Welpen hingedeutet hätte. Ohne Mutter haben die Kleinen keine Überlebenschance. Sie lagen dicht aneinander gedrängt und schutz- und wärmesuchend da und boten ein unendlich trauriges und verlassenes Bild.

 

Das "neue" Grundstück

 

 

 

Grundstücksplan

Bitte zum Vergrößern anklicken

Legende:

 

1. Vorraum (Photos oben). In dem Vorraum dieses Gebäudes "leben" einige Hunde. Die restlichen Räume sollen noch als Zwinger ausgebaut werden.

 

2. ein Haufen Knochen von Schlachtabfällen. Die Knochen waren auf dem ganzen Grundstück (auf dem Plan grün) verteilt, gefroren, ohne jegliches Fleisch, das noch abzukauen gewesen wäre.

 

3. Schweinemasthalle (Photos oben). Hier sind etwa 100 Hunde untergebracht.

 

4. Gebäude auf dem freien eingezäunten Grundstück. Im Hinterzimmer fanden wir 3 Reissäcke, über und über voll mit Urin, ein Hund sitzend obenauf. Des weiteren einen Tisch, auf dem wahllos Medikamente, Verbandsmaterial und ähnliche Spenden verstreut lagen - eine Mischung aus Dreck und Hilfsgütern...

 

 

Dieses Bild zeigt einen Teil des freien Geländes, welches das Grundstück umgibt. Hier leben einige freilaufende Hunde, die teilweise mit versorgt werden - sicherlich die glücklichsten Hunde auf dem ganzen Areal...

 

Das alte Grundstück

 

Was tun, liebe Tierfreunde:

 

Karin Herma von www.Streunerhunde.de hat uns von diesem schrecklichen Fall berichtet - wir wollen mithelfen, das Schicksal dieser Hunde positiv zu beeinflussen.

 

Karin und ich arbeiten gerade eine Art "Schlachtplan" aus, denn es gilt nun viel zu organisieren. Der Winter ist schon da und in kürzester Zeit werden in Rumänien Temperaturen bis zu - 40° C herrschen. Wir haben keine Zeit!

 

Wir beiden Frauen hoffen inständigst auf viele helfende Hände, gute Ideen und kooperative Zusammenarbeit mit den verschiedensten Tierschutzorganisationen, -initiativen und tierlieben Privatpersonen!

 

Problem:

 

Sachspenden machen (fast) keinen Sinn...

 

Rumänien gehört erst ab dem Jahre 2004 zur EU. Das bedeutet, dass, selbst wenn einen ganzer LKW voller Hilfsgüter zusammengetragen werden könnte, keine Möglichkeit bestünde, diesen über die rumänische Grenze zu bringen - man würde nicht durchgelassen werden. Infolgedessen müssen sämtliche Dinge, die benötigt werden, vor Ort, also in Rumänien GEKAUFT werden und das zum selben Preis wie in Deutschland.

 

Karin hat in ihrem PKW lediglich die Möglichkeit, eine kleine Menge an Sachspenden mitzunehmen.

 

Es wird ALLES gebraucht... im Nachfolgenden unsere erarbeitete Liste:

 

 

Nötige Anschaffungen:

 

OP-Raum

 

Der rumänische Tierarzt vor Ort würde die Hunde umsonst kastrieren. Doch für den Bau eines OP-Raumes fehlt es an finanziellen Mitteln. Dort könnte man die Hunde kastrieren und somit verhindern, dass sie sich weiter vermehren. Von den auf dem Grundstück befindlichen Hunden müssten zunächst nur sämtliche Rüden kastriert werden. Zum einen ist die Kastration eines mit weniger Risiken verbunden als die einer Hündin, zum anderen die Genesungszeit deutlich kürzer.

 

Gartenhäuschen

 

Der Op-Raum macht nur dann einen Sinn, wenn die Hunde nach der Operation in einer Art Pflegestation untergebracht werden könnten. Diese muss beheizbar sein, die Hunde müssen von ihren Artgenossen getrennt sein und von möglichen Krankheitserregern ferngehalten werden. Eine Idee wären hier handelsübliche Gartenhäuschen à la "Dehner", in denen sich, je nach Größe, 2 bis 5 Hunde von der Operation erholen können. Bei der Masse an Hunden und den dadurch nötigen Kastrationen werden (mindestens) 5 solcher Gartenhäuschen benötigt. Diese könnte man nach der Kastration als Quarantänestationen benutzen.

 

Zäune

 

Die Gartenhäuschen wiederum, die man als Quarantäne nutzen könnte, machen als solche nur dann einen Sinn, wenn man sie durch einen Zaun von den anderen herumlaufenden Hunden trennen kann.

 

Auch müssen dringend Hündinnen und Rüden voneinander getrennt werden, damit es zu keiner weiteren Vermehrung der Hunde mehr kommen kann.

 

Hundehütten

 

Etwa 150 Hunde leben außerhalb der Schweinemasthalle ohne Schutz vor der Witterung auf dem Grundstück. Sie können sich nirgends verkriechen, liegen ohne Decken, Matten oder Holzpaletten auf dem gefrorenen Boden. Es müssen (mindestens) 70 Hundehütten gebaut werden!

 

Löhne

 

- Die Schreinereien, die die Hundehütten bauen, müssen bezahlt werden. Wir werden uns hierfür einen Kostenvoranschlag geben lassen.

 

- Es müssen (mindestens) zwei ZUVERLÄSSIGE Tierpfleger angestellt werden. (Die jetzigen sind noch nicht einmal in der Lage, den Hundekot zu beseitigen). Ein Tierpfleger kostet pro Monat ca. EUR 100,-.

 

Karin steht in Kooperation mit Jean-Alain Grumbach, einem Schweizer Geschäftsmann, der sich in Bukarest sehr für die Kinder und bedürftigen Familien einsetzt. Wir haben mit ihm einen deutschsprachigen und zuverlässigen Ansprechpartner, der uns bei der Suche nach Tierpflegern unterstützen kann.

 

Decken, Holzpaletten, Isoliermatten, Heu und Stroh

 

Der Winter in Rumänien, ist, wie oben bereits erwähnt, bitterkalt (Temperaturen bis zu - 40°C sind keine Seltenheit). Die Hütten müssen mit Stroh gefüllt werden. Für die Hunde, die keine Hütte abbekommen, müssen zumindest Holzpaletten aufgestellt werden.

 

Vitaminpasten, Nahrungsergänzungsmittel zum Ausgleich der fehlenden Nährstoffe und zur Vorbeugung/Behandlung der Mangelernährung (Sachspende)

 

Durch den geringen Platzbedarf beim Transport wäre hier eine Sachspende möglich!

 

300 Futternäpfe (Sachspende)

 

Bisher werden hier alte Töpfe und Plastikverpackungen benutzt. Gespült werden diese "Näpfe" nie...

 

Futternäpfe sind durch den geringen Platzbedarf beim Transport auch als Sachspende möglich! Ideal wären Näpfe aus Edelstahl oder Ton, da diese nicht zernagt werden können und somit die Verletzungsgefahr deutlich geringer ist. Futternapfständer wären am geeignetsten, da die Futterschüsseln hier nicht direkt auf dem Boden stehen und somit das Wasser bzw. Futter weniger schnell gefriert.

 

! WASSER !

 

Dieses Thema ist noch ein großes Problem: Die Wasserleitungen auf dem Grundstück sind eingefroren. Das Wasser in den Trinknäpfen gefriert ebenfalls nach ein paar Minuten. Die Hunde, die wir sahen, versuchten verzweifelt, das gefrorene Wasser zu lutschen. Wir haben noch keine Idee, wie dieses Problem behoben werden könnte. Für Ideen sind wir herzlich dankbar!

 

Herd / Spüle / Spülmittel

 

Das Futter sollte auf offener Flamme zubereitet werden, so dass es bei der Fütterung, da noch warm, nicht so schnell gefriert. Die Hundenäpfe müssen regelmäßig gewaschen werden.

 

Desinfektionsmittel / Schrubber / Putzlumpen (Sachspende)

 

Durch die mangelhafte Säuberung der Zwinger herrschen hier die reinsten Bakterienherde. Ohne penibelste Reinigung und regelmäßige Desinfektion ist Krankheiten wie Parvovirose und Staupe nicht beizukommen.

 

Futter

 

Bisher lieferte der Futtermittellieferant die jeweils bestellte Futter-Gesamtmenge direkt an Arca lui Noe, so dass die Tierpfleger hierauf ohne Einschränkung zugreifen konnten. Geplant ist nun, die Auslieferung des Futters zu kontrollieren, indem nur so viel Futter zum Grundstück gebracht wird wie kurzzeitig erforderlich.

 

 

Für jegliche Mitarbeit, Ideen, Vorschläge und Sachspenden und natürlich jeden Euro sind wir herzlich dankbar!

 

Ansprechpartner:

 

Karin Herma

09127-90 23 55

0179-411 31 59

info@streunerhunde.de
www.streunerhunde.de

 

 

Spendenkonto

 

Streunerhunde

Sparkasse Fürth

BLZ: 762 500 00

Kontonummer: 242534071

Betreff: "Arca lui Noe".

Derzeit können (noch) keine Spendenquittungen ausgestellt werden. Empfangsquittungen werden auf Wunsch jederzeit gerne versandt.

 

 

Danke im Namen der Tiere!

 

Anja Breuch

 

 

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