Dank von El Moli:
In El Moli sind wir überwältigt von der großen Hilfe die wir aus Deutschland erfahren haben.
Mit diesen Zeilen wollen wir unseren tiefen Dank all jenen Menschen und Institutionen    ausdrücken die unsere Tiere aufgenommen haben und auf vielfältige Weise geholfen haben. Danke für diese wunderbare Chance die unsere Hunde bekommen haben, ohne Eure Hilfe hätten sie in eine unsichere und dunkle Zukunft geschaut.
 
Wir möchten auch, dass Ihr wisst, dass wir mit all unserer Kraft weiterkämpfen werden um die Mittel  zusammenzubekommen, weiterhin den ausgesetzten Tieren zu helfen. Wir waren hier die einzigen die sie aufgenommen haben um sie zu retten, und das ist der einzigste Grund, der uns drängt es weiter zu versuchen und nicht aufzugeben.
 
Vor kurzem kannten wir Euch noch gar nicht ,aber jetzt werden wir Euch nie
vergessen.
 
Im Namen aller freiwilligen Helfer von El Moli und vor allem im Namen unserer Hunde danken wir
Euch Allen!

Die Helfer von El Moli

DRINGENDER HILFERUF AUS SPANIEN! Hilfe benötigt!

Antje Perlwitz schrieb uns:

"Hallo!

heute wende ich mich wegen eines
dringenden Notrufs eines Tierheims in der
Nähe von Barcelona
an Euch, das kurz vor der Räumung und Tötung des gesamten
Hundebestandes steht.

Wir haben für das Tierheim "El Moli", Viladecavals, Terrassa, den einen oder
anderen Hund durch die Zwerge-in-Not vermittelt.
El Moli gehört zu den wenigen Tierheimen, die nicht euthanasieren, sondern versuchen,
alle aufgenommenen Tiere zu schützen. Sie beherbergen zur Zeit 120 Hunde.
Teresa, die Leiterin, kümmert sich mit ganzem Herzen um die Tiere und hat mir und
den Zwergen so oft geholfen wie es ging, trotz aller eigenen Probleme. Seit vor etwa
3 Jahren ein Gelände erworben wurde um ausgesetzten Hunden ein Zuhause zu geben,
begannen die Probleme von "El Moli". Das Gelände von 3,5 Hektar wurde mit
öffentlicher Genehmigung und der Zustimmung zum Bau eines Tierheimes erworben. Es
handelt sich um landwirtschaftliches Gebiet, auf dem Tierhaltung sowieso per Definition
erlaubt ist.

Trotzdem gelang es einem Nachbarn, der auf dem landwirtschaftlichen Gelände seine Villa errichtet hat, mehrere Prozesse wegen Lärmbelästigung gegen das Tierheim zu gewinnen. Es wurden Veränderungen vorgenommen um die Lärmbelästigung zu reduzieren, so z. B. neü Zwinger gebaut die abgelegener sind, Erdwälle errichtet um Lärmbelästigung zu verhindern. Heute war der letzte und abschließende Prozess, den das Tierheim wiederum verloren hat. Damit steht einer Räumung nichts mehr im Wege und das Schicksal der 120 Hunde ist ungewiss, die Zwangsräumung und damit die Tötung der Tiere kann jeden Moment vorgenommen werden.

Kein Tierheim in der Umgebung, nah oder fern, ist in der Lage so viele Tiere aufzunehmen. Sie sind alle hoffnungslos überfüllt.

Wir bitten Tierheime, die bereit sind Hunde aufzunehmen, sich dringendst mit uns in Verbindung zu setzen. Wir würden einen Transport zu organisieren und die Hunde geimpft und auf Leishmaniose getestet auf Reisen schicken. Die meisten Hunde sind mittelgroße bis große Hunde, jung, freundlich und Menschen bezogen."

 

Ergänzung und Dank von Antje:

Hallo!

erstmal möchte ich allen danken, die sich bei uns gemeldet haben um zu helfen und die die Nachricht über das Tierheim El Moli, Viladecavals, Terrassa, weitergeleitet haben - es ist wundervoll zu sehen, wie viel Hilfsbereitschaft es gibt!!

Diejenigen bei denen ich mich noch nicht melden konnte, bitte ich um Geduld, ich melde mich in den nächsten Tagen - ich habe leider im Augenblick selten Zugang zu Internet und Telefon. Die augenblickliche Lage für das Tierheim ist absolut unklar - es gibt noch keine klaren Aussagen was weiter geschehen wird - da mehrere Ämter verantwortlich sind, sagt jeder etwas anderes oder auch erstmal gar nichts. Einige sprechen davon, dass eine Genehmigung bei Umbauten von nochmal über 100.000 Euro wieder erteilt werden könnte, aber dies ist erstens unrealistisch, weil so viel Geld nicht da ist, aber auch weil dies nicht bedeutet, dass die Klagen wegen Lärmbelästigung dann aufhören würden. Es sind schon Tausende in Umbauten geflossen, die bisher auch nichts erreicht haben. Der Räumungsbefehl behält wohl jedoch weiterhin seine Gültigkeit, auch wenn er bisher nicht ausgeführt worden ist und die Behörden stillhalten. Das spanische Rechtssystem ist zum Glück wiederum oft sehr langsam. Wir haben eine grosse katalanische Fernsehstation für einen aktuellen Bericht interessieren können und hoffen, dass dies helfen wird öffentlichen Druck auszuüben.

Anmerken möchte ich, dass hier in Catalunya (und uns geht es hier sicherlich noch wesentlich besser als im Rest Spaniens was den Tierschutz anbelangt) diejenigen, die Tieren helfen, immer und ununterbrochen dem Druck der Behörden ausgesetzt sind -- Schuld sind immer und an allem diejenigen, die die Tiere retten und nicht diejenigen, die sie aussetzen oder misshandeln - eines von vielen Beispielen ist, dass diejenigen die einen Hund aussetzen und ermittelt werden, keine Strafe erhalten, auch wenn sie durch den Chip namentlich bekannt werden. Selbst die Perreras stellen dann keine Anzeige. Private Tötungsstationen bekommen Verträge für das Fangen von ausgesetzten Hunden erneuert, auch wenn sie Monate vorher beim illegalen "Entsorgen" toter Hunde in Erdlöchern erwischt wurden und dafür eine Geldstrafe bekommen haben - die Ämter erneuern die Verträge zum Einfangen der Hunde und zahlen für jeden Hund über 100 Euro. Sie überprüfen aber nicht, was mit den Hunden hinterher geschieht..... Tierschutzvereinen und Tierschützern wird dagegen nicht so viel Toleranz entgegengebracht, von staatlichen Hilfen ganz zu schweigen.... über fast ein Jahr hinweg haben z.B. kleine Vereine die Hunde aus den privaten Tötungsstationen herausgeholt und sie versorgt und gerettet - das Geld für die Hunde aber hat weiterhin die Tötungsstation erhalten, die

Tierschutzvereine, die die Hunde real versorgen, jedoch nicht. Das sind nur einige wenige Beispiele, und es macht uns oft wirklich bitter und verzweifelt zu erleben, dass von allen Seiten Steine in den Weg gelegt werden... so hatte auch Teresa vor 3 Jahren geglaubt, mit dem Erwerb des Grundstücks (nach Absprache mit allen zuständigen Behörden!!) den Tieren Schutz und Sicherheit bieten zu können und hat seitdem nur Probleme über Probleme bekommen.

Also, nochmals Danke für Eure Mühe und Aufmerksamkeit-

Antje Perlwitz

Neuigkeiten vom 19. November:

Hallo-
ich wollte mich herzlich bei allen bedanken die sich gemeldet haben um dem Tierheim El Moli zu helfen -
es ist wunderbar wie viel Anteilnahme und Solidarität es gibt. Entschuldigung an Alle bei denen wir uns nicht schnell melden konnten, es war schwer zusätzlich zum alltäglichen Arbeitsberg hinterherzukommen. Ich hoffe sehr, dass wir niemanden vergessen haben und uns keine Mail verloren ging - wenn wir irgendwo noch eine Antwort schulden, bitte ich, sich noch mal bei uns zu melden. Da mein ich auch die nette Dame mit aus dem Kölner Raum, die mir auf den AB sprach, aber keine Telefonnummer hinterließ.

Es scheint, als ob es durch Euer aller Hilfe gelingt 40-50 Hunde rauszuholen. Das TH ist jetzt mit der Organisation von Fahrten beschäftigt.

Die rechtliche Lage ist weiterhin vollkommen verwickelt und bleibt dies sicherlich auch - vielleicht hilft es aber mit 50 Hunden weniger - also einem Bestand von noch ca. 50 Hunden - eine Duldung bis auf weiteres zu erreichen. Dann sind auch die Anlagen nicht mehr so überfüllt und es könnten vielleicht sogar amtliche/sanitäre Bedenken zerstreut werden.

Das zuständige Umweltamt unterstützt öffentlich das Tierheim und sagt, der Nachbar würde mit einer Sirene die Hunde zum Bellen animieren,
die Buergermeisterei äußert sich gegen das Tierheim,
der Nachbar hat die Gemeinden auf eine Viertel Million Euro Schadensersatz verklagt (weil sie noch nichts gegen das TH unternommen haben) und weigert sich nun aber Lärmmessungen durchführen zu lassen.

Ich habe die Korrespondenz zur Koordination der Fahrten dem TH übergeben, weil ich mit den "Zwergen" voll und ganz ausgelastet bin und die Abstimmung sicher besser diejenigen machen, die die Hunde betreuen und die Fahrt durchführen müssen -
ich hoffe sehr, dass alles klappt - sollten trotzdem irgendwelche Lücken oder Missverständnisse entstehen, kümmere ich mich aber natürlich gerne drum, einfach Bescheid sagen.

Vielen Dank also nochmals und herzliche Grüße,


Antje Perlwitz